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«Die härteste Quali meiner Karriere»

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Bis und mit Q2 sieht es in Belgien so aus, also ob Ferrari mit dem neuen Motor vor den WM-Konkurrenten von Mercedes liegt. Doch dann kommt just zum Pole-Kampf in Q3 der berüchtigte Ardennen-Regen.

Und dieser spült Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes doch noch auf die Pole-Position. Zum 78. Mal in seiner Karriere. «Das war das härteste Qualifying meiner Karriere. Ich musste mich auf Zehenspitzen durch die Kurven kämpfen. Es war brutal», sagt der Brite. Bei seiner ersten Regenrunde unterläuft ihm noch ein Fehler, mit seinem allerletzten Versuch setzt sich Hamilton bei leicht abtrocknender Piste dann an die Spitze. Zum Rennen meint Hamilton: «Ich weiss nicht, ob Ferrari so viel stärker ist. Ich bin froh, bei einem so grossartigen Rennen auf der Pole zu stehen.»

Ferrari-Vettel tobt öffentlich

Düsterer sieht die Stimmung bei WM-Verfolger Sebastian Vettel aus, der im Ferrari nur auf Platz zwei landet. Vettel: «Unser Timing war nicht so gut.» Tatsächlich lief bei den Roten etwas schief. So wird Teamkollege Räikkönen (6.) im falschen Moment wieder reingeholt und kann nicht mehr rechtzeitig betankt werden. Vettel weiter: «Bei diesen Bedingungen kann alles passieren. Wir hatten die Power, um die Pole zu holen. Bei uns war etwas Konfusion in der Box. Das Timing mit der Energiegewinnung meiner Batterie hat nicht gestimmt. Zudem wurde mein Auto falsch aufgebockt.» Und bei Räikkönen hatte man vergessen, für die letzte Runde Benzin nachzufüllen …

Für die grosse Überraschung sorgen Esteban Ocon (Startplatz 3) und Sergio Pérez (4), die nach der Rettung durch Lawrence Stroll unter dem neuen Namen Racing Point FI an den Start gehen. Ocon: «Kein schlechter Start für ein neues Team. Aber wir brauchen jeden Punkt, weil wir ja wieder bei Null beginnen.» Zur Erinnerung: Dem ehemaligen Team Force India wurden alle Zähler aus der Konstrukteure-Wertung gestrichen.

Der Poker der beiden Red-Bull-Piloten Verstappen (7.) und Ricciardo (8.) sowie Grosjean (5.), die mit Slicks bei einsetzendem Regen noch eine Super-Zeit fahren wollen, geht in die Hosen.

Sauber mit technischen Problemen

Sauber kann die neue Motoren-Power zumindest in der Quali noch nicht wunschgemäss umsetzen: Charles Leclerc (Startplatz 12) und Marcus Ericsson (13) bleiben in Q2 hängen. Der Schwede kämpft mit einem defekten Sensor und kann nicht mehr zu einer letzten schnellen Runde auf die Piste. Im Rennen sollte auf der High-Speed-Strecke mit den neuen Ferrari-PS für die Hinwiler mehr möglich sein.

Hinter den Kulissen brodelt es auch am Spa-Samstag in der Wechsel-Gerüchteküche. Im Mittelpunkt: Sauber-Pilot Leclerc und das Ferrari-Team. Der Monegasse wird sowohl mit Haas-Ferrari als auch mit dem Werks-Team aus Maranello in Verbindung gebracht. Solange bei den Roten aber nicht klar ist, wer das Sagen hat, ist kaum ein Ende der Spekulationen in Sicht.

Hier gibts die Startaufstellung in der Übersicht!

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